Da draußen verschwinden gerade Dinge, die eigentlich unzerstörbar schienen.
Selbsthilfegruppen. Gemeinschaft. Begegnung. Vertrauen.

Und das Tragische? Es passiert nicht laut. Es passiert still.
Während wir über die großen Krisen reden, bricht an der Basis etwas weg, das unsere Gesellschaft seit Jahrzehnten trägt: die Selbsthilfe.

Die Wahrheit ist unbequem

Deutschland hat tausende Selbsthilfegruppen – aber immer weniger Mitglieder.
Die nationale Koordinationsstelle für Selbsthilfe (NAKOS) bestätigt: Die Zahlen sinken.
Nicht, weil Menschen plötzlich keine Probleme mehr haben. Sondern, weil sie andere Wege gehen.

Weil sie online sind.
Weil sie Hilfe dort suchen, wo sie sich sowieso aufhalten: auf Instagram, in WhatsApp-Gruppen, auf Reddit, in Discord-Communities.

Und während dort neue, agile Formen von „Selbsthilfe 2.0“ entstehen, sitzen viele klassische Gruppen noch immer in Gemeinderäumen, auf alten Stühlen – und hoffen, dass irgendwann wieder „mehr Leute kommen“.
Aber sie kommen nicht.

Das Problem ist nicht das Internet.

Das Problem ist, dass wir es meiden.

Viele Gruppen sind im digitalen Raum unsicher.
Sie haben Angst vor Datenschutz, Angst vor Technik, Angst, etwas falsch zu machen.
Und ja, das ist verständlich.
Aber: Angst war noch nie ein guter Ratgeber, wenn es ums Überleben ging.

Selbsthilfe lebt von Begegnung.
Doch Begegnung findet heute auch digital statt – oder gar nicht mehr.

Wer heute nicht sichtbar ist, existiert morgen nicht mehr.

Klingt hart? Ist es auch.
Aber das ist die Realität, mit der jede Organisation umgehen muss – ob Verein, Unternehmen oder Selbsthilfegruppe.

Wenn Menschen euch nicht finden,
können sie auch nicht mitmachen.
Wenn sie nicht verstehen, wer ihr seid und wofür ihr steht,
werden sie nie Teil davon.

Und wenn ihr online nicht auftretet,
dann sprechen andere über euer Thema – ohne euch.

Selbsthilfe braucht wieder Mut.

Mut, die eigenen Themen zu zeigen.
Mut, neue Wege zu gehen.
Mut, Social Media nicht als „Gefahr“, sondern als Werkzeug zu sehen.

Denn digitale Kommunikation muss keine Hürde sein – sie kann Zugang schaffen:
zu Menschen, die sonst nie den Weg zu euch finden würden.
Zu jüngeren Generationen, die Offenheit leben, aber Struktur suchen.
Zu Betroffenen, die anonym bleiben wollen – und trotzdem dazugehören.

Deshalb laden wir ein.

Am Freitag, den 14. November, geht’s genau darum:
Wie Selbsthilfegruppen sichtbar, sicher und souverän im digitalen Raum agieren können.
Ohne Hochglanz-Marketing.
Ohne Stress.
Ohne Angst.

👉 Thema: Öffentlichkeitsarbeit, Social Media & sichere Kommunikation für Selbsthilfegruppen
📅 Datum: Freitag, 14. November 2025
📍 Ort: Landratsamt Bodenseekreis
Zeit: 13 Uhr
💬 Zielgruppe: Leiter*innen und Engagierte aus Selbsthilfegruppen aller Themenbereiche

Wir zeigen, wie man mit einfachen Mitteln Präsenz aufbaut – echt, glaubwürdig, DSGVO-konform.
Wie man neue Mitglieder gewinnt, ohne sich zu verbiegen.
Und wie man das Netz nicht fürchten, sondern nutzen kann.

Selbsthilfe ist zu wertvoll, um offline zu verschwinden.

Wenn du Teil einer Selbsthilfegruppe bist, dann weißt du, was das bedeutet:
Wie viel Vertrauen, Nähe und Mut in diesen Begegnungen steckt.
Wie viel Hoffnung.
Wie viel Leben.

Aber wenn wir diese Energie nicht in die digitale Welt tragen,
dann verlieren wir genau das, was uns stark macht.

Die Frage ist nicht, ob die Selbsthilfe digital wird.
Die Frage ist, ob sie dabei ist – oder nur zuschaut.


Jetzt anmelden und Zukunft gestalten:
👉 https://www.bodenseekreis.de/soziales-gesundheit/selbsthilfe/

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